UGANDA

hintergrund

Uganda beherbergt die grösste Zahl an Flüchtlingen in Afrika: Über 1,5 Millionen Menschen sind vor den anhaltenden Konflikten in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), Burundi, dem Südsudan und Somalia geflohen.

Im Jahr 2020 führten die Covid-19-Massnahmen zu einer 83-wöchigen Schliessung der Schulen, was verheerende Auswirkungen auf die Bildung und das Wohlergehen der Kinder in Uganda hatte. Der fehlende Zugang zu Technologie hat die Mehrheit der Kinder in ganz Uganda von Fernunterrichtsmöglichkeiten ausgeschlossen.

In Uganda besuchen 25 % der Kinder keine Schule. Die hohe Zahl der Kinder ohne Zugang zu Bildung hat zu einem Anstieg geschlechtsspezifischer Gewalt, früher Kinderheirat, Kinderarbeit und Ausbeutung geführt, was zum Teil auf das Fehlen der schützenden Rolle der Schulen zurückzuführen ist.

dein beitrag in uganda

229,065

Erreichte Kinder, darunter mindestens 110'625 Mädchen.

173,717

Kinder, die durch Verbesserungen im Schulwesen erreicht werden.

14,099

Ergänzt durch Erwachsenenbildungskurse zu den Themen Elternschaft und Geschlechterfragen.

was wir tun

Wir haben unsere Arbeit in Uganda im März 2018 aufgenommen, zunächst als Reaktion auf die Flüchtlingskrise, da Uganda nach wie vor das Land in Afrika ist, das die meisten Flüchtlinge aufnimmt. Seitdem haben wir unsere Programme ausgeweitet und konzentrieren uns darauf, benachteiligten Kindern in abgelegenen und marginalisierten Gemeinden in ganz Uganda den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung zu ermöglichen.

Abbau von Bildungsbarrieren

Street Child setzt sich dafür ein, die miteinander verflochtenen wirtschaftlichen, sozialen, strukturellen und bildungsbezogenen Hindernisse zu beseitigen, die Kindern den Zugang zu Bildung erschweren. In Uganda haben wir durch verschiedene Initiativen bedeutende Fortschritte bei der Förderung des Zugangs zu Bildung erzielt:

Unterstützung beim Lebensunterhalt: Unser Modell «Family Business for Education» hat über 230 Betreuungspersonen dabei geholfen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Dieses Programm zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit und Selbstständigkeit in gefährdeten Familien und Gemeinschaften zu stärken und bietet sowohl Eltern als auch Kindern langfristige Unterstützung.

Soziale Unterstützung: Wir haben Menstruationshygiene-Sets an 9'000 Mädchen verteilt und massgeschneiderte Unterstützung für Kinder mit Behinderungen bereitgestellt, wobei wir durch unsere verschiedenen Massnahmen über 3'000 Kinder erreicht haben.

Schulrenovierung und WASH: Unsere Bemühungen im Bereich Schulbau und -renovierung sowie Initiativen für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) haben es über 18'000 Kindern ermöglicht, in einer sicheren Umgebung Zugang zu Bildung zu erhalten.

Teaching at the Right Level

Street Child und unsere lokalen Partner haben erfolgreich Lernzentren in den Flüchtlingssiedlungen Palabek und Kyaka II sowie in Kampala eingerichtet und mit Ressourcen ausgestattet. Das Programm stützt sich auf die «Teaching at the Right Level»-Methode (TaRL), bei der Kinder nicht nach ihrem Alter, sondern nach ihrem Leistungsstand unterrichtet werden. So können die Lernenden versäumten Schulstoff nachholen und an ihren Grundfertigkeiten arbeiten, um einen reibungslosen Übergang in das formale Bildungssystem zu gewährleisten.

Die Ergebnisse sind äusserst erfolgreich: 96 % der Lernenden erreichen am Ende des Programms Wortkenntnisse in Englisch, und 92 % beherrschen zweistellige Zahlen im Rechnen.

Lokalisierung als Grundprinzip

Wir sind davon überzeugt, dass die Unterstützung lokaler Organisationen und die Nutzung lokalen Fachwissens entscheidend für wirksame und effiziente Massnahmen sind und eine nachhaltige, langfristige Wirkung ermöglichen. In Uganda hat Street Child über 30 lokale und nationale Organisationen unterstützt, die von Flüchtlingen oder Frauen geleitet werden.

Im Jahr 2022 gründete Street Child gemeinsam mit Save the Children die Localisation Unit. Diese innovative Einheit schuf einen separaten Finanzierungsweg, um lokale und nationale Organisationen bei der Beantragung von Mitteln aus dem Programm «Education Cannot Wait» zu unterstützen und sicherzustellen, dass sie im fairen Wettbewerb mit internationalen Nichtregierungsorganisationen (INGOs) stehen. Die Einheit fungiert als Vermittler zwischen dem Geldgeber und dem Förderungsempfänger, kümmert sich um die Compliance-Anforderungen der Geldgeber und die Due-Diligence-Prüfungen der Partner und bietet lokalen Partnern so mehr Flexibilität. Dies verbessert ihre Fähigkeit, Finanzmittel zu sichern und zu erhalten. Infolgedessen werden nun 29 % der ECW-Investitionen an Save the Children über lokale und nationale NGOs umgesetzt. Das Modell zeigt einen wirksamen Weg auf, um Fortschritte bei der direkteren Umverteilung von Macht, Einfluss und Ressourcen an die Gemeinschaften zu erzielen.